Digitale Kommunikation: VAA schließt Vereinbarung mit Evonik ab

Bei Evonik kann der VAA künftig ausgewählte digitale Kanäle des Unternehmens nutzen, um mit Mitgliedern und Beschäftigten zu kommunizieren. Unternehmen und Verband haben dazu Ende Januar 2025 eine schriftliche Absprache getroffen. Die Vereinbarung bildet die Grundlage dafür, wie der VAA zusätzlich zu aktuellen Formaten digitale interne Kommunikationswege von Evonik verwenden kann. Dadurch bekommt der VAA bessere Voraussetzungen für den Austausch mit den Beschäftigten. „Wir sind erfreut und zuversichtlich, dass wir als Interessenvertretung der Fach- und Führungskräfte bei einem der wichtigsten Chemieunternehmen in Deutschland künftig noch besser aufgestellt sind und unsere zahlreichen Mitglieder auf einem zeitgemäßen Weg erreichen können“, kommentiert VAA-Hauptgeschäftsführer Stephan Gilow. Die Absprache bezieht das Intranet in den Informationsaustausch bei Evonik ein. Ergänzend dazu werden dem VAA auch digitale Zusammenkünfte über interne Kommunikationsmittel ermöglicht. „Der digitale Austausch über unsere Standorte hinweg ist unerlässlich, um die Geschwindigkeit der aktuellen Herausforderungen zu bewältigen“, erklärt VAA-Vorstandsmitglied und Evonik-Aufsichtsratsmitglied Martin Kubessa. „Ob analog oder digital: Diese Vereinbarung ermöglicht es uns, alle Kommunikationswege zu nutzen. So können wir die bestmögliche Betreuung und Ansprache unserer Mitglieder und Nichtmitglieder gewährleisten.“ Bei der Unterzeichnung der Vereinbarung in Essen waren neben Gilow und Kubessa auch der Leiter HR Business Management bei Evonik Dr. Peter Krasberg und Evonik-Personalvorstand und -Arbeitsdirektor Thomas Wessel dabei (im Bild von links nach rechts).

Viertagewoche: IW mit neuen Erkenntnissen

Viertagewoche: IW mit neuen Erkenntnissen

Wie wirkt sich die Länge der Arbeitszeit auf das Wohlbefinden der Beschäftigten aus? Dies haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) analysiert. Die Ergebnisse zeigen: Nicht nur die Arbeitszeitlänge, sondern vor allem der persönliche Handlungsspielraum und das soziale Miteinander sind entscheidend, wie erschöpft sich Mitarbeitende fühlen. Fast 38 Prozent der Vollzeitbeschäftigten geben an, sich häufig körperlich erschöpft zu fühlen. Bei Teilzeitbeschäftigten sind es 42 Prozent. Flexible Arbeitsmodelle, Handlungsspielräume und die Gestaltung des Arbeitsumfeldes seien laut IW ein wichtiger Faktor für gesunde Beschäftigte.

DIW: Gender Pay Gap steigt mit dem Alter

Mit zunehmendem Alter steigt der sogenannte Gender Pay Gap, zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Das gilt für alle Bildungsgruppen – am stärksten aber für Beschäftigte mit abgeschlossenem Hochschulstudium.

 

Neuer Risikofaktor für Herzerkrankungen entdeckt

Neuer Risikofaktor für Herzerkrankungen entdeckt

Verlieren Männer in einem Teil der Blutzellen ihr Y-Chromosom, haben sie ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen – insbesondere für einen tödlichen Herzinfarkt. Dies hat ein Forschungsteam um Prof. Andreas Zeiher von der Goethe-Universität und der Universitätsmedizin Frankfurt am Main herausgefunden. Denn es kommt bei Männern mit zunehmendem Alter zu einem sogenannten mosaikartigen Verlust des Y-Chromosoms (LOY). Hierbei geht das Y-Chromosom vornehmlich in einem Teil der weißen Blutzellen verloren. Betroffen sind vor allem Männer über 60. Dieser Verlust kann sich mit der Zeit verstärken, da sich Blutzellen regelmäßig erneuern. Ein ausgeprägter LOY ist nicht nur mit einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden, sondern auch mit einer um 50 Prozent erhöhten Wahrscheinlichkeit, an den Folgen eines Herzinfarkts zu sterben. Die Erkenntnisse der im European Heart Journal veröffentlichten Studie eröffnen neue Möglichkeiten für individuell abgestimmte Vorsorge und Behandlung: Risikopatienten könnten durch einen einfachen Bluttest zukünftig frühzeitig erkannt werden.

VAA-Angebot zur Leadership-Konferenz

VAA-Angebot zur Leadership-Konferenz

Am 3. und 4. Juli 2025 ist es so weit: In Mannheim findet die Premiere der Konferenz „Energize your Leadership!“ statt. Auch VAA-Mitglieder können sich zu vergünstigten Exklusivkonditionen anmelden. Es gibt vier hochkarätige Keynotes von Jule Jankowski, Dr. Markus Ebner, Prof. Yasmin Weiß und Dr. Gunther Schmidt sowie sieben interaktive Workshops und zwei Panels mit inspirierenden Expertinnen und Experten aus der Praxis. Vonseiten des VAA wird Vorstandsmitglied Dr. Roland Fornika von der Röhm GmbH an der Veranstaltung teilnehmen.

Fluid und stabil – rudimentäres künstliches Gewebe hergestellt

Fluid und stabil – rudimentäres künstliches Gewebe hergestellt

Biologische Gewebe sind fluide, sodass sie einerseits aneinander „kleben“ und dadurch Biologische Gewebe sind fluide: Einerseits können sie aneinander „kleben“ und sind dadurch relativ stabil, andererseits können sie sich zu anderen Positionen bewegen. Ein internationales Forschungsteam hat unter Federführung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) eine Studie im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht, in der es ein neu entwickeltes synthetisches Gewebe vorstellt, das ebenfalls stabil und fluid ist. Den Forschenden zufolge wäre es denkbar, zukünftig medizinische Implantate mit künstlichem Gewebe zu überziehen, sodass diese besser einwachsen können.

Umfrage zur Befindlichkeit startet

Ab dem 28. April läuft die VAA-Befindlichkeitsumfrage 2025. Dann haben VAA-Mitglieder aus 22 Unternehmen der chemisch-pharmazeutischen Industrie erneut Gelegenheit, ihre Befindlichkeit am Arbeitsplatz zu bewerten. Auf Basis der Antworten wird ein Ranking erstellt, das zunächst den Werksgruppenvorsitzenden der teilnehmenden Unternehmen zur Verfügung gestellt und im Anschluss durch den VAA veröffentlicht wird. Für die Aussagekraft der Umfrage ist eine möglichst hohe Teilnehmerzahl wichtig. Der Verband bittet deshalb alle angeschriebenen Mitglieder um ihre Teilnahme.

Ozonloch schließt sich offenbar durch FCKW-Verbot

Ozonloch schließt sich offenbar durch FCKW-Verbot

Dass die Ozonschicht, die den Planeten 15 bis 30 Kilometer über dem Erdboden vor ultravioletter Strahlung schützt, ein Loch hat, ist bekannt. Nachdem es 1985 erstmals nachgewiesen worden ist, nimmt es seit rund zehn Jahren allmählich kleinere Ausmaße an. Nun hat ein Forschungsteam bestätigt: Das Verbot von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) trägt maßgeblich dazu bei. Für die in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie bediente sich das Team des Massachusetts Institute of Technology an Methoden der Attributionsforschung. Hier verglich es gemessene Daten aus den Jahren 2005 bis 2018 mit Simulationen – sowohl mit als auch ohne Verbot von FCKW – und ermittelte so deren Einfluss auf den Zustand der Ozonschicht. Dies gebe mit dem Blick auf den Klimawandel Zuversicht, dass Menschen durch gemeinsame Anstrengung tatsächlich Umweltprobleme lösen könnten.

 

Neues aus den Werksgruppen

Bereits im November 2024 hat die VAA-Werksgruppe Röhm ihren Vorstand neu gewählt. Im Januar 2025 hat schließlich die Wahl zur Besetzung der Funktionen innerhalb des Vorstandes stattgefunden: Vorsitzender ist Dr. Roland Fornika, Stellvertretende Vorsitzende sind Dr. Andrea Fruth und Dr. Bastian Lehmann, Protokollführer ist Stefan Herber.

Haben sich Ihre persönlichen Mitgliedsdaten verändert? Haben Sie Ihren Arbeitgeber und damit auch Ihre Werks- oder Landesgruppe gewechselt? Vergessen Sie bitte nicht, Änderungen rechtzeitig an verwaltung@remove-this.vaa.de mitzuteilen. Des Weiteren werden im Zusammenhang mit dem neuen VAA-Markenauftritt alle Infomaterialien überarbeitet – zu finden auf der Mitgliederplattform MeinVAA im Bereich „Service“ unter „Publikationen“ im Menüpunkt „Verbandsarbeit“. Im Pressebereich der Website gibt es außerdem die neue Imagebroschüre und den Imageflyer auf Deutsch und Englisch zum Download.

Personalia aus der Chemie: Ex-BASF-Manager Lars Börger wird Co-CEO des Nova-Instituts

Personalia aus der Chemie: Ex-BASF-Manager Lars Börger wird Co-CEO des Nova-Instituts

Mit Wirkung zum 1. März 2025 wird Lars Börger neuer CEO des Nova-Instituts. Gemeinsam mit Michael Carus, dem derzeitigen CEO, wird er den nachhaltigen Wandel in der Chemie- und Materialindustrie aktiv mitgestalten. Börger ist promovierter Chemiker und hat einen Executive Master in General Management. Er war fast 20 Jahre bei der BASF, davon viele Jahre als Leiter des globalen Marketings für Biopolymere. Weitere sieben Jahre war er bei Neste als Vizepräsident für erneuerbare Polymere und Chemikalien, Markenhersteller und im Value-Chain-Management tätig. Er vertrat Neste im Gründungsprozess der Renewable Carbon Initiative (RCI) und war mehrere Jahre im Board der RCI sowie Vorstandsmitglied von European Bioplastics. Gemeinsam mit COO Linda Engel werden die beiden Geschäftsführer Lars Börger und Michael Carus künftig das Institut leiten und Unternehmen, Verbände und politische Entscheidungsträger mit Forschung und Beratung in den Bereichen Technology & Markets, Sustainability, Economy & Policy und Communications unterstützen.

Weitere Personalia und Nachrichten aus der Chemie gibt es auf der Website des VAA-Kooperationspartners CHEManager.

Neue Therapiechancen durch dendritische Zellen

Neue Therapiechancen durch dendritische Zellen

Dendritische Zellen sind Teil des Immunsystems, um etwa Viren zu bekämpfen. Ein Forschungsteam der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) konnte zeigen, dass dendritische Zellen, die sich durch die Expression des Transkriptionsfaktors RORγt auszeichnen, in vielen Geweben vorkommen. Darüber hinaus sind sie über die Evolution hinweg in zahlreichen Arten erhalten geblieben. Kürzlich konnten die Forschenden herausfinden, dass diese Zellen nicht nur das Immunsystem schützen, sondern ihre Rolle wechseln und ein aggressives Profil annehmen können. Dies deutet darauf hin, bei Betroffenen zum Beispiel mit Multipler Sklerose für Entzündungen im Gehirn und Rückenmark mitverantwortlich zu sein. Diese Entdeckung birgt Chancen für die Krebsimmuntherapie, Behandlungsmöglichkeiten bei Autoimmunerkrankungen und Allergien sowie Verbesserung von Impfstoffen. Die Studie ist im Journal PNAS erschienen.

Schlüsselprotein für Behandlung von Alzheimer

Ein Kölner Forschungsteam hat einen bedeutenden Durchbruch im Verständnis der Rolle des Tau-Proteins bei der Alzheimer-Krankheit erzielt. Wenn ein Mensch an Alzheimer erkrankt, bilden sich in Gehirnzellen Ansammlungen von bestimmen Proteinen, die Klumpen formen und so den normalen Zellbetrieb einschränken oder sogar für den Tod der Zelle sorgen. Die Forschenden konnten nachweisen, dass eine spezielle Form des Tau-Proteins für die Vermittlung der giftigen Auswirkungen von Proteinklumpen in menschlichen Gehirnzellen verantwortlich ist. Veröffentlicht wurde die von Dr. Hans Zempel geleitete Studie in Alzheimer’s & Dementia.

Giftige Munitionschemikalien in der Ostsee

Giftige Munitionschemikalien in der Ostsee

In der Ostsee liegen schätzungsweise um die 300.000 Tonnen Altmunition – großteilig aus Versenkungen nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Aus dieser Munition haben sich bereits rund 300 Kilogramm giftige Chemikalien gelöst – hierzu gehören beispielsweise TNT, Quecksilber oder Blei. Noch liegen die Werte unterhalb der Schwelle für ein Gesundheitsrisiko. Eine im Fachjournal Chemosphere veröffentlichte Studie des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel unterstreicht jedoch den Handlungsbedarf. Denn die sprengstofftypischen Verbindungen breiten sich über die Versenkungsgebiete hinaus im Wasser aus. Werden die Altlasten nicht geborgen, werden die Belastung mit fortschreitender Korrosion der Metallhüllen noch zunehmen und Risiken weiter steigen. Für Beschleunigung des Zerfalls sorgen außerdem steigende Temperaturen und zunehmende Stürme aufgrund des Klimawandels. Im Herbst 2024 rief die Bunderegierung ein Pilotprogramm für die umweltgerechte Entsorgung der Munitionsaltlasten ins Leben.

Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse

Wie nehmen Unternehmen die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse wahr? Dazu hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz eine Studie beauftragt. Sie hat ergeben, dass bisher nur 17,2 Prozent der Firmen praktische Erfahrungen mit diesen Anerkennungsprozessen gemacht haben. Von den betroffenen Unternehmen berichten 51,6 Prozent von negativen, 39,3 Prozent von positiven Erfahrungen. Kleine und mittlere Unternehmen sind von bürokratischen Hürden aus Kapazitätsgründen besonders betroffen. Durch die Novellierung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes wurden neue Zugangswege für die Gewinnung ausländischer Fachkräfte geschaffen. Diese werden von den Betrieben grundsätzlich als sehr positiv bewertet.